Dies und das

Wie auf jeder Reise haben wir auch dieses Mal interessante, kuriose und manchmal auch skurrile Dinge bemerkt, die wir der geneigten Leserschaft nicht vorenthalten und an die wir uns auch gerne erinnern wollen. Alles was uns so aufgefallen ist, kommt jetzt in loser Folge zur Sprache.

Die Toilette

…ist in Japan ein Kapitel für sich. Hygiene und Sauberkeit werden in Japan groß geschrieben. Alle – auch die öffentlichen – Toiletten sind technisch hoch ausgestattet mit Sitzheizung, Waschwasser, Belüftung, Trocknung und mit einer Taste zum Abspielen von Wassergeräuschen, falls man das eigene Plätschern als peinlich empfindet.

Einfach Modelle beginnen bei 300 Euro, hochtechnologisierte kosten wohl bis zu 5000 Euro und dienen zusätzlich noch medizinischen Analysen. Papierhandtücher sucht man dann nach dem Händewaschen allerdings vergebens – die sind nicht vorgesehen…

Papierkörbe, Mülleimer und Getränkeautomaten

Papierkörbe und Mülleimer sucht man vergeblich. Es gibt im öffentlichen Raum faktisch keine. Das hängt einerseits mit den Terroranschlägen der letzten Jahre zusammen, andererseits mit hohen Müllgebühren, die die Menschen wohl veranlasst haben, ihren Müll in öffentlichen Behältern einzuwerfen. Andere Reiseführer sprachen auch vom Respekt der Japaner, anderen ihren Müll nicht aufzubürden – sucht euch die beste Erklärung aus…

Getränkeautomaten findet man dagegen überall und manchmal steht da auch eine Mülltonne.

Beschilderungen

Die Japaner sprechen ungern Dinge direkt an – das Wort Nein existiert im Sprachgebrauch schlichtweg nicht. Um die Leute trotzdem auf viele Dinge konkret hinzuweisen, werden viele Schilder – gern mit niedlichen Comicfiguren – aufgehängt.

Kei-Cars

In Japan ist vieles etwas kleiner. Die Straßen sind oft schmal, Parkraum ist knapp. Ein Auto, insbesondere in Großstädten, wird nur zugelassen, wenn man auch einen Parkplatz nachweisen kann. Die sogenannten Kei-Cars sind maximal 1,45 m breit und nicht länger als ein Fahrrad, steuervergünstigt und sehen wie Spielzeugautos aus. Auch Feuerwehrfahrzeuge und Wohnmobile nehmen diesen Trend auf.

Powernepping

…ist in Japan üblich. Die Leute arbeiten hier sehr viel und Angestellte verlassen das Büro aus Höflichkeit erst, wenn der Chef auch gegangen ist – da kann der Tag recht lang sein. Danach geht man aus Höflichkeit noch mit den Kollegen in die Karaokebar und zum Trinken. Ein Powernepping dagegen ist ein etabliertes und anerkanntes Ritual.

Verkehrsabsperrungen

Sind überall zu finden und manchmal auch sehr niedlich. Wir haben Frösche, Katzen und Hunde gesehen…

Apropos Hunde…

Die gibt es sehr häufig. Klein, niedlich, sehr gepflegt und – im Gegensatz zu machen kleinen Hund bei uns – äußerst manierlich. Shoppingcenter haben eine Hundeaufbewahrung mit Spielplatz, wir haben ein Bekleidungsgeschäft für Hunde und auch einen Hundesalon gesehen.

Präsentation von Speisen

Vor insbesondere den japanischen Lokalen findet man häufig ausgestellte Speisen oder ganze Menüs. Das ist einerseits sehr hilfreich, wenn man die Speisekarte nicht lesen kann, andererseits weiß man genau, was man zu erwarten hat.

Schaut man sich diese Präsentationen genauer an so sieht man, dass es sich um täuschend echte Nachbildungen aus Kunststoff handelt. So muss man es nur einmal herstellen und es werden keine Lebensmittel verschwendet. Eigentlich eine coole Sache!

Mittlerweile ist das Herstellen dieser Kunstwerke ein anerkannter Lehr- und Ausbildungsberuf, den man in mehrjähriger Lehrzeit erlernen kann.

Mopeds in Shanghai

Wie im Beitrag Shanghai versprochen, will ich hier noch einmal auf die in der Stadt gesichteten Mopeds kommen. Nicht so exotisch wie in Hanoi oder Saigon, aber dem schon recht nahe kommend, wird auf diesen Mopeds doch auch einiges transportiert. In Vietnam gibt es deutlich mehr, aber ein paar Schnappschüsse sind mir doch gelungen!