Am 20.04.26 legten wir in Hiroshima an. Endlich mal pünktlich aus dem Bett gekommen, ging es nach einem Frühstück im Atlantik-Restaurant kurz vor 11 Uhr mit dem Bus zum Ausflug. Unser Ziel war das Atombomben-Museum und der zugehörige Friedenspark. Park und Museum waren beeindruckend, aber unsere japanische Reisebegleiterin hat uns nur wenig zu diesem Thema berichten können. Ihre Englischkenntnisse waren ehr darauf ausgerichtet, uns pünktlich wieder zum nächsten Ziel zu bringen… So müssen wir uns eben selber zu Details belesen. Vieles haben wir ja in der Schule gelernt und so greifen wir eben darauf zurück. Das Museum ist schon sehr beeindruckend, viele Fotografien von zerstörten Häusern, verletzten und von Spätfolgen gezeichneten Menschen, die Familie, Heimat und Zukunft verloren haben.
Leider werden viele Touristen durch das Museum geschleust, so dass wenig Zeit zum ausgiebigen Lesen blieb. Im Friedenspark selbst steht der Atomic-Bomb-Dom, die Ruine eines alten Messehauses, über welchem in ca. 600 Metern Höhe die Bombe detonierte. Dieser „Ground Zero“ wurde damit von der Druckwelle weitestgehend verschont. Die Ruine wurde gesichert und ist seit 1996 zum Welterbe erklärt worden. Weitere Mahnmale im Park erinnern an die Zahl und die Namen der Opfer, deren Liste noch heute jährlich zum Gedenktag fortgeschrieben wird und an das kleine Mädchen, welches 1000 Papierkraniche für ihre Genesung gefaltet hat und 1955 im Alter von 12 Jahren verstorben ist. Noch heute werden von vielen Kindern aus aller Welt jedes Jahr tausende dieser Kraniche gefaltet und nach Hiroshima geschickt und in langen Ketten rund um das Mahnmal ausgestellt.






Nach diesen nachhaltigen Eindrücken der Orte des Gedenkens ging es weiter zum Garten Shukkei-en, denn den Touristen soll ja auch was schönes gezeigt werden. Der Garten, in seiner Entstehungsgeschichte von den vor Jahrhunderten herrschenden Samurei erbaut, wurde nach dem 2.Weltkrieg – wie eben auch die ganze Stadt – wieder aufgebaut. Die Parkanlage, mitten in der Stadt gelegen, ist sehr gepflegt und stimmungsvoll, so wie man sich einen japanischen Garten eben vorstellt. Ein Stündchen kreuz und quer flaniert um die schönsten Orte zu sehen und im Bild festzuhalten und dann ging’s wieder zurück zum Schiff.








Wir sind dann kurz aufs Schiff und dann noch einmal zu Fuß in die Stadt, um ein bisschen zu bummeln und zu shoppen…ein paar Mitbringsel soll es ja schließlich auch geben! Am Abend hatten wir dann schon gut 20.000 Schritte auf dem Zähler, aber das ist bei der guten Verpflegung auch besser so…😇 Um 20 Uhr legt das Schiff in Richtung Busan (Südkorea) ab, das wir nach einem Seetag am 22.04. erreichen werden.
Nach dem Abendessen sind wir noch einmal ins Theater gegangen und haben uns eine Travestieshow angesehen – der Künstler Joy Peters mit vielen bekannten Titeln der 60er und 70er Jahre unter dem Motto „Sinatra und Co.“ Wir sind schon begeistert ob der guten Künstler hier an Bord – es ging kein Ton daneben und witzig war das Programm auch noch !