Reise nach Siem Reap
Heute Morgen haben wir gründlich ausgeschlafen, dezent gefrühstückt und sind dann gaaanz langsam mit dem Taxi zum Flughafen gefahren - kein Streß! Der Flug nach Siem Reap war ruhig und pünktlich, die Einreiseformalitäten wurden von den kambodschanischen Beamten liebevoll begleitet und der Fahrer, der uns Hotel bringen sollte, war auch gleich der erste an der Tür. Nach einer Stunde Fahrt sind wir gegen 19.00 Uhr im Hotel angekommen und wurden von unserer Reisegruppe mit großem Hallo empfangen. Wir waren insgesamt froh, die 2 Tage so überbrückt zu haben, denn sie müssen für die anderen extrem anstrengend gewesen sein. Alleine die Fahrt von Saigon bis zur Grenze, das Gemache am Grenzübergang und dann weitere 5 Stunden Fahrt für 170 km - das hätte Thomas nicht überstanden. So haben wir zwar Phnom Penh verpasst, aber das ist nun mal so. Heute ist die Gruppe nochmal 365 km auf dem Landweg unterwegs gewesen, das wäre für Thomas definitiv zuviel gewesen.
Morgen früh werden wir sehen, ob er nach Angkor mitkommen kann, oder noch einen Tag am Pool chillt.







Angkor What?
Heute, am 24.11.24 standen insgesamt 3 Tempelanlagen auf dem Programm. Pünktlich um 8.00 Uhr ging es los - unser neuer Reiseleiter Kim nahm uns in Empfang und es ging zunächst zum wohl bekanntesten Tempel Angkor Wat. Die Anlage ist riesig und es gibt viele verschiedene Tempelbauwerke zu sehen. Aufgrund des straffen Tagesprogramms und der doch großen Wärme hat Thomas entschieden, heute doch nicht mitzukommen, sondern stattdessen den Tag am Pool zu verbringen und erst zur abschließenden Gondelfahrt zu uns zu kommen.


















Der nächste Tempel war Angkor Tom. Diese Anlage ist noch einmal deutlich größer, aber nicht so gut erhalten wie Angkor Wat. Aber anzusehen gibt es jede Menge und unser Reiseleiter wusste auch viele interessante Details zu berichten.














Die dritte Tempelanlage war der sogenannte Dschungeltempel, eine von Würgefeigen nahezu vollständig überwucherte Anlage, die der Tomb Raider-Verfilmung mit Angelina Jolie als Kulisse in den frühen 2000er Jahren diente. Diese Anlage machte auf mich den meisten Eindruck, da sie so geheimnisvoll und zugleich mystisch anmutet und im aktuellen Zustand erhalten bleiben soll. Sie wird also nicht wieder aufgebaut, sondern eigentlich nur gesichert. Durch den starken Bewuchs siedeln auch viele Tiere hier, die mit der entsprechenden Geräuschkulisse für das absolute Dschungelfeeling sorgen.














Der letzte Kulturpunkt für heute war eine Bootsfahrt auf dem See vor dem Angkor Tom, um den Sonnenuntergang zu sehen. Leider verhüllte sich der Himmel kurz vorher, sodass kein Sonnenuntergang zu sehen war. Die Geräuschkulisse aus dem Urwald und die Abendstimmung waren trotzdem toll und ein paar nette Fotos sind auch noch entstanden, zumal Thomas jetzt mit dabei sein konnte und sein Gesundheitszustand doch wieder besser ist. Die Reiseleitung hatte ein Tuk-Tuk organisiert, welches ihn zum Startpunkt schaffte.
Wenn alles klappt, darf er Morgen wieder mit…👍






Der Tag war lang, deshalb heute nur kurz die wichtigsten Stationen - ich denke, die Fotos sprechen für sich… Morgen früh um 8.00 Uhr geht es zum nächsten Tempel - wir müssen also ausgeschlafen sein!

Tempel über Tempel …
Heute am 25.11.25 gibt es noch einmal 3 Tempel und ein Kloster zu besichtigen. Pünktlich um 8.00 Uhr geht’s, leicht sehnsüchtig auf den Pool blickend, los - so ist da eben bei Reisen mit festem Programm. Der erste Tempel Preah Ko wurde im 9. Jahrhundert gebaut, näheres zur Geschichte ist dem www zu entnehmen… Die Bauweise war etwas anders als bei den gestern besichtigten, denn hier hat man zusätzlich zu den anderen Baumaterialien auch gebrannte Ziegel verwendet.








Mystische Blickwinkel
Insgesamt sind doch aktuell weniger Touristen im Land, als zu dieser Zeit üblich wären. Laut Reiseleiter hängt das wohl auch mit der weltweiten medialen Berichterstattung zum Grenzkrieg zwischen Thailand und Kambodscha zusammen, der sich tatsächlich aber nur auf die reine Grenzlinie beschränkt. Auf die Bevölkerung hat es keinerlei Auswirkungen, die Besucher werden mit vielen westlichen Presseberichten aber verunsichert. Tatsächlich ist davon auch nichts zu erkennen, keine Militärbewegung oder ähnliches.
Gut für uns, da ist in den Tempelanlagen nicht so viel los. Für den Tourismus ist es eher schlecht und auch unser Hotel ist doch auch nicht ausgelastet. Im Umfeld gibt es auch noch eine Reihe größerer Hotelanlagen, die offensichtlich die Coronazeit nicht gut überstanden haben.
Also weiter zum nächsten Stop - jetzt geht es zum Bakong Tempel. Auch eine sehr schon erhaltene Anlage, die durch die Franzosen in den 1920er Jahren wiederentdeckt wurde.








Hier ist auch ein Kloster angeschlossen, in dem buddhistische Mönche leben. Wir konnten die Jungs noch vor ihrer Mittagspause besuchen und extra für uns wurde eine Segnungszeremonie durchgeführt. Sie beten für Gesundheit, langes Leben und Zufriedenheit für ihre Besucher.






Der nächste Zwischenstopp war der Lolei Tempel genannt. Auch hier wieder historische Gemäuer, die nach Jahrhunderten in Vergessenheit durch die Franzosen wiederentdeckt wurden. Diese Tempelanlagen gehören alle zum Weltkulturerbe und werden mit Hilfe vieler Länder restauriert und bewahrt.










So, einer geht noch - der Banteay Srei Tempel. Diese Anlage ist ebenso sehenswert und beeindruckt mit viel Detail der Steinmetzkunst früherer Jahrhunderte. Es ist immer wieder verblüffend, dass dieses riesige Gebiet mit hunderten Tempeln für Jahrhunderte in Vergessenheit geraten ist. Müssen wir später auch noch mal im Reiseführer nachlesen, denn die viel Informationen des Reiseleiters kann man sich nicht merken…😉
















Dann endlich ins Hotel und mal den Pool genießen. Bei organisierten Reisen hat man oft sehr schöne Hotels mit Pool, kann sie aber wegen des straffen Tagesprogramms oft nicht nutzen. Hier hätten wir es noch ein paar Tage ausgehalten und uns auch noch einmal die Stadt Siem Reap genauer angeschaut, aber vielleicht ein anderes Mal…


Abends dann noch ein gemeinsames Abendessen mit kultureller Umrahmung und Morgen geht es weiter nach Hause.






Abreisetag
Es nützt ja nichts, wir müssen heim . Ein Vormittag am Pool, noch eine Massage gegönnt, die Koffer wieder eingepackt und um 13.00 Uhr ausgecheckt. 14.00 Uhr Transfer zum Flughafen um dann geht’s erst mal nach Hanoi. Um Mitternacht geht die Maschine nach Frankfurt und dann schauen wir, welchen Zug wir nach Hause erreichen.
Update: jetzt ist es 21.10 Uhr Ortszeit und unser Flug hat jetzt schon fast 3,5 Stunden Verspätung - toll. Hätten wir mal das Essen in der Businessclass auf dem Flug von Seam Reap nach Hanoi nicht ausgeschlagen…😉, jetzt lungern wir in Hanoi noch 5 Stunden rum. Aber wir hatten ja in der Lounge von Hanoi Airlines in Seam Reap schon ein Lunch eingenommen und von Verspätung war bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Rede. Ja ganz schön wird’s nie und es wird ein verdammt langer Tag!
Als Business-Passagier hatten wir sogar einen eigenen Bus ( für 15 Passagiere!) und für den Transit gab’s ein extra Klebchen - so ein Unfug! 🫡

